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ISC-Symposium: Die Zukunft der Schuhbranche

Freitag, 20.10.2017,


Mehr als 60 Gäste aus der Schuhbranche trafen sich am 19. Oktober beim ISC in Pirmasens, um Vorträge zum Thema „Tradition und Innovation – Visionen für unser Shoe Business“ zu hören und sich auszutauschen.


Zu den Referenten gehören namhafte Vertreter der Schuhbranche, wie Sergio Dulio, Director Research and Innovation von AtomLab sowie Jens Schmidt von der Footwear Innovation Lab GmbH.

 

 Das ISC konnte sich über eine ausgebuchte Veranstaltung freuen

 

Im Fokus der Vorträge standen Entwicklungen für die Zukunft. So stellte Sergio Dulio die Frage, wie eine digitale Transformation der Schuhindustrie tatsächlich aussehen kann. Er schilderte eindrucksvoll die Entwicklung vom Handwerk hin zu cyberphysischen Systemen, bei denen Roboter und Menschen quasi „Hand in Hand“ arbeiten.


 Sergio Dulio, Director Research & Innovation, AtomLab

 

Maik Köhler, Projektingenieur beim Maschinenbauer Desma aus Achim, lieferte Details zur „Industriellen Schuhfertigung 4.0“, indem er hervorhob, welche Anforderungen künftig an Schuhwerk gestellt werden und wie dem seitens der Industrie begegnet werden kann.

 

Maik Köhler, Desma Schuhmaschinen GmbH

 

Welche „Hausaufgaben“ Schuhhersteller zu erledigen haben, um sich wirklich als Industrie 4.0. aufzustellen, erklärte Gerhard Kloc, Director Sales Europe bei Procam Software. Für ihn steht es außer Frage, dass vor allem der Entwicklungsbereich in die Neuausrichtung der Prozesskette einbezogen werden müsse. Dabei gelte es, verschiedene Systeme zu vernetzen und Schnittstellen zwischen den Systemen einzurichten. Ziel müsse es sein, sich von Insellösungen zu verabschieden.

Sind smart Textiles oder so genannte Wearables nette Ideen ohne Sinn oder doch hilfreiche Weiterentwicklungen? Dieser Frage widmete sich Prof. Dr. Antoni Picard vom Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik der FH Kaiserslautern. Er erklärte, dass viele einst futuristische Ideen längst Realität geworden sind. Zugleich sei es wichtig, als Hersteller immer abzuwägen, ob Investitionen in neue Technologien am Ende auch wirtschaftlich erfolgreich sein können. In technischer Hinsicht hat sich lauf Picard einiges getan. So seinen Mikroprozessoren inzwischen deutlich günstiger am Markt erhältlich.

 

Prof. Dr. Antoni Picard, Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik der FH Kaiserslautern

 

Wohin der Weg der Produktentwicklung gehen kann, skizzierte Jens Schmidt vom Footwear Innovation Lab. Eine Kollektionsentwicklung, die zahlreiche Varianten virtuell ergänzt, sei ohne Zweifel zukunftsträchtig, so der Experte. 3D und Virtual Reality seien inzwischen so weit entwickelt, dass sie Industrie und auch Handel sinnvoll unterstützen und zudem Prozesse beschleunigen sowie Kosten einsparen können.

 

Jens Schmidt, Footwear Innovation Lab GmbH

 

Einen Überblick über die aktuelle Situation im Markt lieferte schuhkurier-Chefredakteurin Petra Salewski, die auch durch die Veranstaltung führte. Sie rief zu einem noch stärkeren Dialog zwischen Handel und Industrie auf, um die anstehenden Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.

Die nächste Veranstaltung des ISC wird am 7. und 8. November 2018 in Pirmasens stattfinden. Das Thema lautet dann „Nachhaltigkeit – Verantwortungsvoll in die Zukunft“.

Dieser Beitrag aus Schuhkurier online vom 20.10.2017 wurde mit freundlicher Genehmigung von Petra Salewski (auf dem Bild rechts) veröffentlicht. Bilder: ISC.

 

Carl-August Seibel, HDS/L-Vorsitzender, Josef Seibel GmbH

 

Michael Tackenberg, PFI-Vorstandsvorsitzender, Gabor Shoes AG


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